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Cuxhaven Sehenswürdigkeiten

Die Aussichtsplattform "Alte Liebe" und die Kugelbake sind bis weit über Cuxhavens Grenzen hinaus bekannt. Doch die Stadt hat noch mehr zu bieten! Hier finden Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten aus Cuxhaven. Für weitere Eindrücke schauen Sie auch einmal in unsere Reiseinformationen oder in die Cuxhaven Bilder.


© Ra Boe / Wikipedia

Alte Liebe Cuxhaven

Wie die Aussichtsplattform in Cuxhaven zu ihrem romantischen Namen kam, ist umstritten. Es ranken sich einige Legenden um den einstigen Schiffsanleger mit dem Namen „Alte Liebe“.
Laut einer Sage soll ein Schiff namens “Olivia“ anfänglich als Anlegestelle gedient haben. Da “Olivia“ sich im Plattdeutschen wie “Oliv“ anhört, wurde daraus über die Jahre die „Alte Liebe“. Eine andere Geschichte erzählt, dass im 17. Jahrhundert drei Schiffe vor Cuxhaven versenkt wurden, um mit Hilfe von Pfählen, Steinen und Pflanzen einen Anleger entstehen zu lassen. Das erste der drei versenkten Schiff soll den Namen „Die Liebe“ getragen haben.
Wie auch immer das Bollwerk zu seinem Namen kam, die „Alte Liebe“ gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Cuxhaven. Der ehemalige Schiffsanleger wird heute nur noch als Aussichtsplattform genutzt und dient Einheimischen wie Besuchern, die ihren Urlaub in Cuxhaven verbringen, als Treff- und Aussichtspunkt. Hier hat man einen fantastischen Überblick über die Schifffahrt auf der Elbe und kann die vorbeifahrenden Ozeanriesen bestaunen.
Besonders eindrucksvoll ist die Aussicht früh am Morgen und kurz vor Sonnenuntergang. Wenn Sie Glück haben bietet Ihre Ferienwohnung auch eben diesen Ausblick über die Nordsee und die imposanten Schiffe.


© Superbass / Wikimedia Commons

Windsemaphor von Cuxhaven

In direkter Nachbarschaft zur „Alten Liebe“ befindet sich das Windsemaphor von Cuxhaven. Dieser Windrichtungs- und Windstärkenanzeiger aus dem 18. Jahrhundert wird als technisches Denkmal weiterhin in Betrieb gehalten und zählt zu den beliebtesten Cuxhaven Sehenswürdigkeiten. Die Stadt präsentiert mit Stolz seinen Semaphor, denn es ist die letzte im Originalzustand erhaltene Anlage in ganz Europa.
Der Windsemaphor übermittelt Schiffen die Windrichtung und -geschwindigkeiten auf den Inseln Helgoland und Borkum. Die Initialen der beiden Inseln erklären auch die beiden Buchstaben H und B am Semaphor.
Zweimal am Tag bekam Cuxhaven die örtlichen Wetterbedingungen auf Helgoland und Borkum telegrafisch mitgeteilt. Daraufhin wurde der Semaphor neu ausgerichtet. Die beiden Kreise, links und rechts am Semaphor, geben mit Hilfe eines Zeigers die Windrichtung wider und funktionieren hier wie eine Windrose.
In den 80er Jahren wurde die Anlage letztlich aus dem Dienst genommen, wird heute aber noch ehrenamtlich auf die aktuellen Wetterdaten eingestellt. Eine Schautafel des Stadtmuseums erklärt Touristen vor Ort alles Wissenswerte zum Cuxhavener Semaphor.


© Ra Boe / Wikimedia Commons

Wrackmuseum von Cuxhaven

Das Wrackmuseum von Cuxhaven entführt Sie auf eine beeindruckende, aber auch bedrückende Reise zu einem der größten Schiffsfriedhöfe der Welt, der Nordsee. Vor Cuxhaven und der gesamten Küstenregion lagen bzw. liegen bis zu 4000 Schiffswracks.
Das Wrackmuseum konfrontiert seine Besucher mit Gegenständen aus dem alltäglichen Leben, wie beispielsweise einem Schuh oder einem Taschentuch. Allerdings gehörten diese Dinge den Menschen, die mit einem Schiff versunken sind. Die Ausstellungen im Museum beleuchten detailliert die Schicksale der Schiffe und ihrer Besatzung sowie der anschließenden Bergungsarbeiten. Vor Ort finden Sie Berichte zu Untergängen durch Kollisionen, durch Kriegseinflüsse oder Stürme sowie durch Navigationsfehler der Crew. Für viele Besucher des Museums ist es besonders erstaunlich, dass einzelne Fundstücke trotz des langen Liegens unter Wasser noch so gut erhalten sind.
Eine eigene Ausstellung widmet sich den Rettern und Bergern. Erfahren Sie alles über die gefährlichen Einsätze zur Bergung von Menschen und letztlich auch der Bergung von Wrackgegenständen, welche Ihnen hier im Wrackmuseum ein Stück Geschichte näher bringen.


© Ra Boe / Wikipedia

Wattenmeer

Wattenmeere finden sich immer in küstennahen Gebieten, die stark unter dem Einfluss der Gezeiten stehen. Das heißt, dass zweimal täglich der Bereich vom Hochwasser überflutet wird und zweimal trocken liegt. Die Flächen, die bei Ebbe trocken liegen, werden als Watt bezeichnet.
Das Wattenmeer bietet einen besonderen Lebensraum für viele Tier und Pflanzenarten. Das Erlebnis einer Wattwanderung sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Also, rein in die Gummistiefel oder raus aus den Schuhen und rein ins Watt. Hier kann man Wattwürmer aus der Nähe bei der Arbeit beobachten oder viele verschiedene Muschelarten bewundern. Des Weiteren ist das Wattenmeer vor Cuxhaven ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel auf ihrer weiten Reise in wärmere Gebiete. Wenn man Glück hat, kann man an so genannten Wattbänken auch Robben beobachten.
Seit einiger Zeit ist der Lebensraum Wattenmeer bedroht, vor allem durch menschliche Einflüsse. Da es sehr empfindlich auf äußere Einflüsse reagiert, gibt es immer mehr Initiativen zum Schutz des Wattenmeers.
2009 hat das Welterbe-Komitee das Wattenmeer zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Laut Komitee stellt der Küstenstreifen zwischen den Niederlanden und Dänemark ein einzigartiges Ökosystem dar, welches die Entwicklung und Evolution des Landes abbildet. Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer vor der Küste von Cuxhaven sollte definitiv bei keinem Cuxhavenurlaub fehlen – ein einmaliges Erlebnis.


© Ra Boe / Wikipedia

Leuchtturm Dicke Berta

Der Leuchtturm die „Dicke Berta“ in Altenbruch bei Cuxhaven wurde 1983 aus dem Betrieb genommen und bekam moderne Leuchtfeuer vor die Lampe gesetzt. Da es der dicken Dame aber nicht an Charme fehlte, wurde sie aufwendig restauriert und steht heute unter Denkmalschutz. Somit gehört die Dicke Berta aber noch lange nicht zur langen Reihe der ausrangierten Leuchttürme, wie man sie entlang der deutschen Nordseeküste findet. Die Berta kann gegen eine geringe Gebühr zwischen April und September besichtigt werden und nimmt ihre Besucher mit auf eine Reise in die Zeit der Leuchtfeuer. Seit geraumer Zeit gibt es auch die Möglichkeit der „Hochzeit im Leuchtturm“, denn das Standesamt Cuxhaven führt Trauungen in luftige Höhe durch.
Somit kann man sagen, dass das so genannte Unterfeuer Dicke Berta einem recht rosigen Schicksal entgegensieht, während das dazugehörige Oberfeuer, die „Schlanke Anna“, schon nicht mehr existiert.


© Simaron / Flickr

Nordseeinsel Neuwerk

Die Nordseeinsel Neuwerk gehört rechtlich zur Freien und Hansestadt Hamburg, wird aber wegen ihrer geografischen Lage eher Cuxhaven zugeordnet.
Bei Niedrigwasser ist Neuwerk von den Cuxhavener Stadtteilen Duhnen und Sahlenburg zu Fuß zu erreichen. Die Wattwanderungen zur Insel Neuwerk, entlang einem gekennzeichneten Weg, dauern ca. zweieinhalb Stunden und sind ein Erlebnis für die ganze Familie. Im Sommer bietet die Reederei Cassen Eils auch bei Hochwasser Überfahrten zur Insel an – diese dauern ca. eineinhalb Stunden.
Neuwerk liegt inmitten des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer und ermöglicht Besuchern somit einiges über das „Weltnaturerbe Watt“ zu erfahren. Neben dem Watt selber ist auf Neuwerk vor allem der Leuchtturm sehenswert. Er wurde bereits im Jahre 1310 nachweislich fertig gestellt und ist somit das älteste Gebäude der Stadt Hamburg.


© Tim Schredder/ Wikimedia Commons

Feuerschiff Elbe-1

Schon viele Feuerschiffe haben den Beinamen "Elbe-1" getragen, denn "Elbe-1" bezeichnete den Standort des Feuerschiffes an äußerster Seeposition an der Elbe. Das letzte bemannte Feuerschiff, die "Bürgermeister O´Swald II", wurde 1988 außer Dienst gestellt und ging in den Besitz der Stadt Cuxhaven über.
Heute liegt die "Bürgermeister O´Swald II" im Alten Hafen und kann hier zu bestimmten Zeiten besichtigt werden. Zu entdecken sind hier alle interessanten Bereiche, wie Kommandobrücke, Maschinenraum, Mannschaftsunterkünfte und Kombüse des ehemaligen Feuerschiffs. Die "Bürgermeister O´Swald II" hat gegenüber anderen Museumsschiffen ihrer Art einen entscheidenden Vorteil: Alle technischen Einrichtungen des Schiffes befinden sich in betriebsbereitem Zustand und somit ist es gemäß der Sicherheitsbestimmungen seetüchtig. Somit werden hier und da Fahrten mit dem Schiff angeboten, deren ehrenamtliche Besatzung der Feuerschiff-Verein Cuxhaven stellt. In begrenzter Anzahl stehen auch Passagierplätze zur Verfügung, die sich lediglich finanziell an den Unkosten beteiligen müssen.
Ein weiteres Highlight zieht vor allem Verliebte nach Cuxhaven. Nach Voranmeldung ist es nämlich möglich, in der Offiziersmesse des Feuerschiffs "Elbe-1" zu heiraten. Hier bekommt der Spruch „in den Hafen der Ehe einlaufen“ noch mal eine ganz besondere Bedeutung.


© Tim Schredder/ Wikimedia Commons

Kugelbake von Cuxhaven

Die Kugelbake von Cuxhaven gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt und befindet sich seit 1913 auch auf dem Cuxhavener Wappen.
Früher war die Kugelbake ein wichtiger Orientierungspunkt für Seefahrer, da sie geografisch den Punkt markiert, an dem die Elbe in die Nordsee übergeht. Zu Beginn wurde das Kugelbakenlicht auch als Orientierungshilfe in der Nacht eingesetzt, bis sie hier von den neueren Leuchttürmen verdrängt wurde. Die Kugelbake wurde aus Holz gebaut und hatte demzufolge eine geringe Lebensdauer. Die Bake, wie sie heute steht, wurde nach dem zweiten Weltkrieg errichtet. Um die Erhaltung dieses denkmalgeschützten Wahrzeichens von Cuxhaven zu sichern, wurde eigens eine Stiftung gegründet. Ein Besuch der Kugelbake sollte bei keiner Cuxhaven-Reise fehlen, denn sie zählt zu den Top Sehenswürdigkeiten von Cuxhaven. Am besten besuchen Sie den Touristenmagnet kurz vor Einbruch der Dunkelheit, so können Sie noch die Umgebung genießen. Sobald es dunkel wird, wird die Kugelbake schön angestrahlt und sorgt für ganz besondere Stimmung.